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Herzliche Gratulation!

Herausgegeben von Prof. em. Dr. Peter Nenniger, G. von Humboldt-Dachroeden in Nachrichten der Humboldt-Gesellschaft · 7/12/2015 15:25:58
Tags: Dagmar HülsenbergProf. Dr. rer. oec. Dr.-Ing. Dagmar Hülsenberg75. GeburtstagGratulation

Herzliche Gratulation: Prof. Dr. rer. oec. Dr.-Ing. Dagmar Hülsenberg zum 75. Geburtstag!

Niemand hat es zunächst bemerkt. Die Jubilarin hat es mit Diskretion verschleiert und von ihrer unermüdlichen Schaffenskraft und ihrer vielfältigen Tätigkeit her deuteten keinerlei Anzeichen auf den runden Geburtstag unserer Koordinatorin des Akademischen Rates in der Humboldt-Gesellschaft für Wissenschaft, Kunst und Bildung. Offenbar waren ihr Engagement und ihre rastlose Arbeit schon durch ihren ganzen Lebenslauf für alle Kollegen und Mitmenschen zur Gewohnheit geworden:

Am 2.12.1940 im thüringischen Sonneberg geboren, absolvierte sie nach dem Abitur zunächst eine Lehre als Facharbeiterin für Keramiktechnik, studierte danach an der Bergakademie Freiberg, arbeitete dort als Assistentin bzw. Oberassistentin und promovierte 1969 zum Dr. rer. oec. sowie 1970 zum Dr.-Ing. Im Jahre 1970 wechselte sie ans Ministerium für Leichtindustrie und später ans Ministerium für Glas- und Keramikindustrie. 1975 nahm sie den Ruf als (mit 34 Jahren jüngste!) Professorin am neuen Lehrstuhl „Glas- und Keramikwerkstoffe sowie -technologie an der TU Ilmenau an, wo sie 1995 umberufen wurde und 2006 emeritiert wurde. Von ihren zahlreichen Ämtern seien nur der Vorsitz im Fachverband für Silikattechnik, die Präsidentschaft der Kammer für Technik und die Mitgliedschaft in der Sächsischen Akademie der Wissenschaften (Kommission für Umweltprobleme und wissenschaftlicher Beirat der Akad.-Zeitschrift „Denkströme") erwähnt und natürlich ihre Tätigkeit im Präsidium unserer Humboldt-Gesellschaft, wo sie u.a. als Koordinatorin des Akademischen Rates auch die arbeitsreiche redaktionelle Verantwortung für die Herausgabe der Abhandlungen mit der von ihr gewohnten Hartnäckigkeit und Akribie wahrnimmt und ebenso entscheidend zur inhaltlichen Gestaltung unserer Tagungen beiträgt. Dass dies einem fachkundigen Publikum auch nicht verborgen blieb, zeigen darüber hinaus u.a. die Auszeichnungen mit der Ernst-Abbe- und der Leibniz-Medaille.

Wie sie alles neben ihrer akademischen Tätigkeit mit zahlreichen Projekten, weit über 200 wissenschaftliche Publikationen, Lehrbüchern und 94 Fachartikel im angesehenen Chemie-Lexikon Römpp sowie 41 Patenten zu Stande brachte und bringt, bleibt vielen ein Rätsel. Als kleiner Hinweis mag vielleicht ihre freundlich-zupackende Art betrachtet werden, mit der sie – ernst bis humorvoll – die Obliegenheiten und bisweilen auch die damit verbundenen Personen zielgerichtet vorantreibt.

Dass dies auch für die weiteren Jahre so bleiben möge, wünschen ihr dankbar und nicht ganz uneigennützig alle Mitglieder der Humboldt-Gesellschaft.

Ad multos annos! mit einem aufmunternden Gedanken, den Wilhelm von Humboldt 1847 in einem Brief an seine Freundin Charlotte Diede äußerte: "Es ist sichtbar ein Vorzug des Alters, den Dingen der Welt ihre materielle Schärfe und Schwere zu nehmen und sie mehr in das innere Licht der Gedanken zu stellen, wo man sie in größerer, immer beruhigenderer Allgemeinheit übersieht." *)

Prof. em. Dr. Peter Nenniger, Präsident der Humboldt-Gesellschaft für Wissenschaft, Kunst und Bildung auch im Namen der Prädiumskollegen

*) Aus: Briefe von Wilhelm von Humboldt an eine Freundin. 5. Aufl. Zweiter Theil (= Bd. 2). Leipzig (F. A. Brockhaus) 1853: Sechsundfünfzigster Brief S. 271; Tegel, den 18. Juli 1834.



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