Anlässlich ihrer 87. Tagung in Eisenach überreicht die Humboldt-Gesellschaft für Wissenschaft, Kunst und Bildung, Sitz Mannheim, am 27. April 2008 in einem Festakt im ´Bachhaus´ zu Eisenach ihre höchste Auszeichnung, die Goldene Humboldt-Medaille, dem international anerkannten Sportmediziner und Forscher Professor mult. Dr. med. Dr. h.c. Wildor Hollmann.
Die Verleihung erfolgt für das Lebenswerk des seit 40 Jahren der Humboldt-Gesellschaft angehörenden Laureaten. Unter seiner Ägide als Rektor erhielt die Sporthochschule Köln ihren Rang als Universität. In seiner Eigenschaft als Präsident des Deutschen Sportärztebundes, als Präsident des Weltverbandes für Sportmedizin sowie als Präsident der Deutschen Olympischen Gesellschaft hat er diese Institutionen in 40-jähriger Tätigkeit mitgeprägt und ihre gesellschaftspolitische Relevanz im In- und Ausland maßgeblich gefördert. Entsprechend wurde seine Arbeit wiederholt mit höchsten Ehrungen, darunter das Schulterband zum Stern und Großen Bundesverdienstkreuz, bedacht. Viele Jahre lang betreute er die deutsche Fußball-Nationalmannschaftt, die deutsche Golf-Nationalmannschaft sowie die deutsche Hockey-Nationalmannschaft als Arzt.
Die exakten wissenschaftlichen Forschungsergebnisse Professor Hollmanns begründeten inzwischen allgemein eingeführte Trainingsmethoden sowie ergometrische Leistungskontrollen und kennzeichnen die Sportmedizin heute durch ihre Messbarkeit als einen wichtigen Einflussfaktor auf das Zusammenwirken von Körper, Geist und Seele.
Die Humboldt-Gesellschaft ehrt seit 45 Jahren Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, darunter die Bundespräsidenten Karl Carstens und Roman Herzog, durch Verleihung der Humboldt-Medaille in Silber und Gold.