
Der Österreichische Bundespräsident hat Herrn Prof. Dr. med. Dr. h.c. Erwin Kuntz, ehem. Langjähriger Chefarzt am Klinikum Wetzlar, für sein herausragendes Lebenswerk als Arzt, Kliniker und Wissenschaftler das „Ehrenkreuz I. Klasse für Wissenschaft und Kunst der Republik Österreich“ verliehen. Diese hohe Auszeichnung wurde ihm von dem Österreichischen Botschafter in Berlin feierlich überreicht.
In der eingehenden Begründung werden neben seiner 50-jährigen Tätigkeit als Arzt und Kliniker die wissenschaftlichen Arbeiten gewürdigt, die in über 150 Veröffentlichungen verschiedener Art, Lehrbuchbeiträgen, Broschüren und Taschenbüchern sowie von Fortbildungsunterlangen in 5 Sprachen ihren Niederschlag gefunden haben. Zwei Monographien wurden beide mit einem angesehenen wissenschaftlichen Preis ausgezeichnet. In der Folgezeit kamen von ihm als Mono-Autor 3 Lehrbücher hinzu: „Erkrankungen der Gallenwege und Gallenblase“, sowie „Praktische Hepatologie“ und die englische Ausgabe von „Hepatology. Textbook and Atlas“ mit 936 Seiten, 530 Abbildungen und 321 Tabellen, inzwischen in der 3. englischen Auflage. Neben seinen verschiedenen humanitären, medizinischen und kulturellen Ehrenämtern während seines Lebens wird vor allem sein großes Engagement als Initiator und Gründer sowie als kontinuierlicher Präsident seit nun 23 Jahren des „Medizinisch-Christlichen Hilfswerkes e. V. (1987)“ gewürdigt. Außerdem war Prof. Kuntz Mitgründer, Präsident und Ehrenpräsident der „Deutsch-Indonesischen Gesellschaft für Medizin e. V. (1994)“ mit Zielsetzungen im Bereich der indonesischen Fort- oder Weiterbildung von Pflegepersonal und Ärzten.
Einen breiten Raum der Begründung nehmen die Verdienste von Prof. Kuntz für die Österreichische Ärzteschaft ein. Während eines Zeitraumes von über 40 Jahren war er als Seminar- oder Kursleiter sowie wissenschaftlicher Kongressleiter bei den i. a. ein-wöchigen deutsch-österreichischen Fortbildungskongressen tätig, wie in Bad Gastein, Pörtschach, Bad Kleinkirchheim, Grado, Meran, Montecatini u. a.. Darüber hinaus hat er zahlreiche Fortbildungen in österreichischen Kliniken oder regionalen Ärzteschaften durchgeführt. Für sein vielfältiges Lebenswerk erhielt Prof. Kuntz etwa 25 nationale und internationale Auszeichnungen. Hier seien besonders erwähnt 8 Ehrenmitgliedschaften und 3 Ehrenpräsidentschaften von nationalen und internationalen Gesellschaften, die „Ernst von Bergmann-Medaille“ der Bundesärztekammer, die „Ehrendoktorwürde“ (h.c.) der Univ. Debrecen (Ungarn), die „Goldmedaille“ auf dem Internat. Filmfestival für Medizin in Rom, die „Hetenyi-Medaille“ (Ungarn), das „Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland“, den Halsorden „Commendatore O.M.R.I.“ von Italien, die „Paracelsus-Medaille“ als höchste Auszeichnung der Deutschen Ärzteschaft sowie die „Ehrenbürgerschaft<“ seiner Heimatregion Waldsolms.